Posted on : 31-05-2010 | By : admin
Leider kann man sich – wie bei der Familie – auch die Nachbarn nicht aussuchen.
Eigentlich ist es bei so vielen verschiedenen Kulturen, Generationen, Lebensansichten, Gewohnheiten, Tugenden und Lastern ziemlich verwunderlich, dass in den Städten so viele Menschen relativ eng auf einen Haufen zusammenleben können, ohne dass man sich täglich in die Wolle bekommt.

In den Wohnsilos der Großstädte ist auch meist ziemlich schwierig festzustellen, wer eigentlich seine Nachbarn sind. Wem man häufiger im Treppenhaus begegnet, der muss zwangsläufig dann auch im selben Haus wohnen. Man könnte es ja mal mit einem “Guten Tag” versuchen, aber eigentlich möchte man doch eher seine Ruhe haben.
Auf dem Lande geht man da – zumindest zu Beginn – schon etwas freundlicher mit den Nachbarn um, selbst in den Randgebieten der Städte, wo sich Einfamilienhäuser aneinanderreihen und man sozusagen in einer besseren Gegend auch bessere Nachbarn erwarten kann, empfiehlt es sich auf jeden Fall, jedem neuen Nachbarn erst einmal seine Schokoladenseite zu zeigen.
Auf jeden Fall sollte man hier grüßen, hin und wieder nach dem Befinden fragen und irgendwann den Nachbarn auch mal zum Kaffeetrinken einladen. Ob Ihnen der Nachbar dann mit ebenso echter oder aber gespielter Freundlichkeit entgegenkommt, werden Sie früher oder später schon noch feststellen. Spätestens wenn die sie aufdringlichen Blicke der Nachbarn auf ihre Terrasse durch einen Sichtschutz oder eine Markise behindern oder der Ball ihrer Kinder auf dem Blumenbeet in Nachbars Garten rollt, stellt sich heraus, wie gut es der Nachbar wirklich meint. Nicht selten werden die Blumen sorgfältig in das Beet eingesetzt. Umso ärgerlicher, wenn diese dann auch durch Versehen entstellt werden.
Bildquelle: Fotolyse – Fotolia.com
